Heute präsentierte die Expertenkommission “Too big to fail” ihren Schlussbericht. Darin werden Empfehlungen zum Umgang mit den systemrelevaten Grossbanken abgegeben. Nach dem Zwischenbericht im Sommer überrascht der Bericht nicht mit vielen Neuigkeiten. Das war auch nicht zu erwarten.
Die Eigenkapitalanforderungen basieren auf den vor drei Wochen verschärften Vorgaben nach Basel III. Dazu kommt ein “Swiss Finish”. Schweizer Grossbanken müssen aufgrund ihrer Systemrelevanz stärker kapitalisiert sein. Zudem ist dieses Zusatzkapital auch ein Wettbewerbsvorteil im Vermögensverwaltungsgeschäft, einem Kerngeschäft der Schweizer Grossbanken.
Der Expertenbericht wurde einstimmig verabschiedet. Dies ist sehr erfreulich. Wäre die Expertengruppe mit unterschiedlichen Vorstellungen an die Öffentlichkeit getreten, hätte dies dem Finanzplatz Schweiz wenig gedient. Nach dem Versenken der AHV- und BVG-Revision in der letzten Session durch die Polparteien, wären die neuen Bestimmungen unnötig verpolitisiert worden.
Persönlich lege ich in diesen Fragen viel Wert auf die Einschätzung der Schweizerischen Nationalbank. Der Präsident, Philipp Hildebrand, hat sich in der letzten Zeit bei den Grossbanken mit seinen Forderungen, die er unerschrocken präsentierte, nicht nur beliebt gemacht. Dass sich die Schweizerische Nationalbank auch hinter die neuen Vorgaben stellt, ist für mich Garant, dass sich diese in einem vertretbaren Rahmen bewegen.


