UBS vollständig emanzipiert

In einem Interview mit der “Welt am Sonntag” hat UBS CEO Oswald Grübel erklärt, das InvestmentBanking müsse mehr Risiken eingehen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Schon vor einem Jahr stellte Grübel zukünftig einen Vorsteuergewinn von 15 Milliarden Franken in Aussicht. Entweder hat die UBS die Lehren aus der Vergangenheit nicht gezogen oder sie ist kommunikativ schlecht beraten. 

 

Die Geschäftsprüfungskommissionen von Nationalrat und Ständerat haben von den Verantwortlichen der UBS Transparenz zur Unternehmenskrise gefordert. Der kürzlich publizierte Transparenzbericht vermag die Forderungen jedoch nicht zu erfüllen. Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger schreibt im Bericht, dass Verwaltungsrat und Konzernleitung Parlament, Bundesrat, Verwaltung und Nationalbank zu Dank verpflichtet seien. Die Bank verpasst es aber, den Bericht zumindest den Mitgliedern der Geschäftsprüfungskommissionen zuzustellen.

Wahrlich, die UBS hat sich von der Politik vollständig emanzipiert. Und beim Stabfund der Nationalbank schlummern immer noch toxische Papiere in der Höhe von wohl rund 20 Milliarden Franken.

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